ALLERGIKA®Wirkstoffe

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Glycerin

Sorgt für eine Hydratation vor allen Dingen im Bereich des Stratum corneums und für eine Verbesserung der epidermalen Barrierefunktion.

Glycerin-haltige Cremes können klinische Entzündungszeichen abmildern. Diese Effekte sind besonders bei empfindlicher Haut wie bei Patienten mit Neurodermitis und bei Kindern von entscheidender Bedeutung. Hier stehen kaum Alternativen zur Verfügung, was die Befeuchtung der oberen Hautschicht angeht. Die sonst übliche Verwendung von Urea-haltigen Cremes kommen in sensiblen Bereichen bzw. Bereichen mit gestörter Barrierefunktion nur eingeschränkt in Betracht, da Urea-haltige Cremes selbst in 3%igen Darreichungsformen oft brennende Sensationen verursachen. Vor allem für Neurodermitiker im entzündlichen Stadium und Kinder sind Urea-haltige Cremes nur eingeschränkt verwendbar.

Von Glycerin-haltigen Cremes ist hingegen bekannt, dass der hydratisierende Effekt gleichzeitig mit einer Kühlung verbunden ist und an der Haut als ausgesprochen angenehm empfunden wird. Insofern sind diese Präparate vor allem für Kinder und Patienten mit Neurodermitis oder chronisch geschädigter Haut ideal in der Anwendung.

Nachtkerzen(samen)öl 20%

Das Nachtkerzensamenöl wird aus den Samen der Nachtkerze Oenothera biennis gewonnen. Es wird vor allem wegen seines hohen Anteils an Linol- und γ-Linolensäure zur Linderung verschiedener Beschwerden eingesetzt. Das Nachtkerzenöl enthält über 80% mehrfach ungesättigte Fettsäuren, hiervon sind ca. 65-80% Linolsäure und etwa 8-15% γ-Linolensäure. Die Linolensäure gehören zu den essentiellen Fettsäuren, die neben anderen Funktionen auch die Feuchtigkeit und Elastizität der Haut regulieren und fördern. Linolsäure hilft als Bestandteil von Ceramiden, den Wasserhaushalt in der Epidermis zu regulieren.

Als Inhaltsstoff von Kosmetika hilft sie durch ihre entzündungshemmende Wirkung Hautreizungen und Ekzeme zu bekämpfen. Gerade bei Neurodermitis hat sich Nachtkerzenöl als Therapie gut bewährt, da diese Hautkrankheit durch Ekzeme, quälenden Juckreiz und Dermatitis gekennzeichnet ist. Der antientzündliche Effekt von Nachtkerzenöl scheint hier eine beruhigende Funktion zu haben. Neben den feuchtigkeitsspendenden und - erhaltenden Eigenschaften verhält sich Nachtkerzenöl bei rauen und rissigen Stellen zum Beispiel bei der Altershaut oder auch der Haut von kleinen Kindern als hautpflegend.

Urea 5-10%

Folgende Harnstoffeigenschaften sind dabei als Hauptwirkungen bei externer Anwendung bekannt:

1) Anstieg der Wasserbindungskapazität und Hydratisierung des Stratum corneum
2) Keratoplastische Eigenschaften
3) Beschleunigung der Penetration einiger Arzneistoffe
4) Fehlende allergisierender Eigenschaften
5) Hemmung der epidermalen Proliferation
6) Antipruriginöser Effekt
7) Antibakterielle Wirksamkeit
8) Proteo- und mukolytische Aktivität

Harnstoff ist eine physiologische Substanz, Sensibilisierung bzw. Photosensibilisierung tritt durch Harnstoffbehandlung nicht auf. Er wird vor allem zur Erhöhung der Wasserbindungskapazität der Haut, vornehmlich der Hornschicht eingesetzt. Weiterhin werden seine keratoplastischen Eigenschaften und sein antipruriginöser Effekt, sowie seine proliferationsdämpfende Wirkung genutzt. Darüber hinaus gewinnt der penetrationsfördernde Effekt von Harnstoff für verschiedene Arzneimittel zunehmend an Bedeutung.
Für eine schnelle Hydratation der Hornschicht sind harnstoffhaltige O/W-Emulsionen vorzuziehen. Soll dagegen die Harnstoffwirksamkeit zur Stabilisierung oder der Restaurierung der Funktionsstruktur einer pathologisch gestörten Hornschicht oder zur Penetrationspromotion anderer Arzneimittel genutzt werden, sind W/O- Emulsionen als Vehikel besser geeignet.

Ähnliches gilt für die Wasserbindungskapazität von Harnstoff. Bei der Verwendung harnstoffenthaltender O/W- Emulsionen werden anfänglich und schnell hohe Wassermengen eingelagert, die allerdings relativ schnell und deutlich wieder abnehmen. Dahingehend lassen W/O-Emulsionen als Vehikel eine intensivere und länger dauernde Steigerung der Wasserbindungskapazität erkennen. Die Ursache dafür ist vor allem in der hohen Penetrationsrate von Harnstoff aus W/O-Emulsionen zu suchen, andererseits spielt dabei die Okklusionswirkung der lipidreichen Emulsionsgrundlagen eine wesentliche Rolle. Dies wird umso deutlicher, da die Verteilung des Wassers innerhalb der Hornschicht, auch nach Steigerung des Wassergehalts durch externe Anwendung von Moisturizern, nicht gleichmäßig erfolgt, sondern vorwiegend auf die oberen Hornlagen begrenzt ist.

Bisabolol

Bisabolol hat einen hydratisierenden und antientzündlichen Effekt auf entzündlicher Basis. Da es sich bei sichtbaren Veränderungen im Augenlidbereich oft um entzündliche Prozesse handelt, die gleichzeitig in dieser sensiblen Region nur eingeschränkt mit Corticosteroiden und Calcineurininhibitoren behandelt werden dürfen, stellen natürlich vorkommende antientzündliche Substanzen hier eine ideale Ergänzung des therapeutischen Arsenals dar. Die antientzündliche und damit abschwellende, Spannungsgefühlen mindernde Wirkung hat auf die entzündlichen Veränderungen im Gesichtsbereich einen positiven Effekt ohne entsprechende Nebenwirkung.

Allantoin

Es bewirkt die Beschleunigung des Zellaufbaus, -bildung und -regeneration und beruhigt die Haut. Auch die Heilung schwer heilbarer Wunden wird unterstützt, jedoch besitzt Allantoin keine antiseptischen Eigenschaften. In Dermatika ist es häufig enthalten, um die Penetration von Wirkstoffen durch die Haut zu fördern. Allantoin fördert die Zellproliferation und die Epithelbildung. Es hat antioxidative, feuchtigkeitsspendende, glättende und penetrationsfördernde Eigenschaften.

Vitamin E

Neben Vitamin A gilt Vitamin E als potenter Radikalfänger und Induktor von enzymatischen Systemen in der Haut, die für regenerative Prozesse im Sinne einer Bindegewebsstraffung von Bedeutung sind. Auch beim Vitamin E gilt, dass es als naturheilkundliches Verfahren beworben werden darf und daher im sensiblen Augenlidbereich eine gute Vermarktungschance bietet. Vitamin E liefert der Hornschicht Feuchtigkeit (Speicherkapazität wird erhöht), fördert die Zellneubildung der Haut und lagert sich in tieferen Hautschichten an.

Polidocanol

Polidocanol gehört eigentlich zu den Mitteln zur örtlichen Betäubung, wird aber als solches auch als Mittel gegen Juckreiz eingesetzt. Der Wirkstoff verringert die Empfindlichkeit der sensiblen Hautnerven, so dass Schmerzen oder Juckreiz, wie sie zum Beispiel bei atopischer Dermatitis auftreten, abgeschwächt werden. Die antipruriginöse Wirkung hält etwa 4 Stunden vor. Polidocanol wird üblicherweise in 3-5%iger Konzentration in Hautsalben oder Cremes zur Schmerz- oder Juckreizlinderung auch in Kombination mit anderen Arzneistoffen verwendet. Da Polidocanol Cremes destabilisieren kann, ist auf die Zusammensetzung der Grundlage zu achten. Üblicherweise wird hier eine O/W-Emulsion für einen maximalen juckreizlindernden Effekt bevorzugt.